Brustkrebs
Bei Nichtraucherinnen ist Brustkrebs der Krebs, der die Frauen am meisten Lebensjahre kostet.
(Aktuell überholt der Lungenkrebs der Raucherinnen den Brustkrebs gerade. )
Darum ist eine Vorsorge gegen Brustkrebs höchst interessant.
Die Selbstuntersuchung lohnt sich offenbar nicht, obwohl wir jahrzehntelang daran glaubten.
Möglicherweise entdecken damit die Frauen vorallem die weniger bösartigen Krebse früher.
Die Mammographie lohnt sich, allerdings schwach: (siehe hier.)

Altersabhängiges Risiko
Primäre Prävention
- Östrogenentzug
- Antiöstrogentherapie und
- prophylaktische Mastektomie.
Solche Massnahmen werden von Frauen erwogen und auch gewünscht, welche ein sehr hohes Risiko haben Brustkrebs zu entwickeln, zB
- Frauen mit BRCA 1 oder
- 2 Mutationen und/oder
- mit sehr hoher fam. Belastung (zB 2 erstgradige Verwante mit Diagnose vor dem 50. Lebensjahr).
Die wichtigsten anderen Risikofaktoren sind
- Geschlecht und Alter, beides können wir nicht ändern. Ebenso Alter Menarche und Menopause, Körperlänge.
Andere weniger einflussreiche Risikofaktoren, welche sich aber summieren auftreten, stammen aus unseren
- Lebensstil, insbesondere im Fortpflanzung-Bereich
- (Schwangerschaften,
- Stillen,
- Alter bei Erstschwangerschaft usw).
Wohl ebenfalls schwierig zu beeinflussen. - Gewicht ist wichtig für Brustkrebsinzidenz nach der Menopause(Abänderung).
- Alkoholkonsum (über 2dl Wein od 6dl Bier od 0.6 dl Schnaps tgl) ist ein schwacher aber eindeutiger Risikofaktor.
- Regelmässsige körperliche Aktivität schützt vor Brustkrebs und vor Rückfall, möglicherweise über den Insulin-like Growthfactor Metabolismus ua.
Organisierte Selbstpalpation ist unwirksam, einige Studien zeigen einen Schaden an. - Kombinations-Hormonersatztherapie länger 5 Jahre erhöht das Risiko.
- Tiefe Vitamin D3 spiegel sind mit zunehmender Inzidenz und ungünstigerer Prognose vergesellschaftet, aber eben vielleicht nicht kausal.
- Ebenso tiefe Selenspiegel mit Inzidenz.Auseichende Versorgung bedingt 100mcg pro Tag als Natriumselenit.
Einige Nahrungszuätze (Vitamine usw) können aber eine höhere Krebsinzidenz bewirken.
(nach Prof. Dr. med. Beat Thürlimann, Krebsspezialist, Kantonsspital St.Gallen -- 2010-08)
Einfluss von Chemikalien in der Umwelt
Interssant scheint mir dazu die Untersuchung der Women in Europe for a Common Future (WECF):








