zu viel Fleisch schadet . .

Wenig-Fleisch-Esser leben am längsten,
kein-Fleisch-Esser mittellang und
viel Fleisch-Esser am kürzesten.

.. weniger Fleisch - weniger Diabetes
..dem Magen
..die Fleischproduktion dem Klima

Diabetes meidet Vegetarier
Linda Loma, Medical Tribune 2009-09-
Vegetarier sind vor dem Typ-2-Diabetes offenbar prächtig geschützt.
Alles nur eine Gewichtsfrage?

Experten aus Kalifornien befragten über 60000 Mitglieder der Freikirche der Siebten-Tags-Adventisten aus den verschiedensten Regionen Nordamerikas nach Ernährungsgewohnheiten, Körpergewicht und -länge. Die Veganer unter ihnen hatten mit 23,6 im Schnitt den niedrigsten Body-MassIndex, nur wenig höher lagen Vegetarier, die Milch und Eier verzehrten (25,7), und „Fischvegetarier“ (26,3); gelegentliche Fleischesser kamen auf einen BMI von 27,3 und Normalköstler erreichten 28,8.

Entsprechend verteilte sich der Typ-2-Diabetes: Nur 2,9% der Veganer, aber 7,6% der Vollfleischköstler hatten Probleme mit dem Blutzucker. Doch am BMI allein lag der Schutzeffekt offenbar nicht: Wurde die Körperftaille zusammen mit anderen Risikofaktoren herausgerechnet, hatten Veganer und Lakto-Ovo-Vegetarier immer noch ein halb so hohes Diabetesrisiko wie Normalköstler. Und sogar Fisch- oder gelegentliche Fleischesser verbuchten noch eine Risikoreduktion um ca. 30%.

Tonstad S et al., Diabetes Care; online first

J. NATL CANCER INST. 98:345-354 (2006)

C.A. Gonzälez et al.

Meat intake and risk of stomach and esophageal adenocarcino ma within the European Prospective Investigation Into Cancer and Nutrition (EPIC)

Fleischkonsum und das Risiko eines Adenokarzinoms des Magens oder des Ösophagus in der Europäischen, Prospektiven Untersuchung von Krebs und Ernährung (ERIC)

Diätetische Faktoren spielen vermutlich eine wichtige Rolle in der Entstehung der Adenokarzinome des Magnes und des Ösophagus, wobei die Evidenz einer solchen Rolle aus z. B. einer Ko¬hortenstudie fehlt. Ziel dieser Studie war es, das Risiko eines Magenkarzinoms und eines Adenokarzinoms des Ösophagus, das mit Fleischkonsum assoziiert ist, im Rahmen der Europä¬ischen, Prospektiven Untersuchung von Krebs und Ernährung (EPIC) zu untersuchen. Insgesamt 521.457 Männer und Frauen zwischen 35 und 70 Jahren aus 10 europäischen Ländern nah¬men an der EPIC-Kohorte teil. Diätetische und Lifestyle-lnforma-tionen wurden bei Rekrutierung erhoben. Cox-Proportional-Ha-zard-Modelle wurden verwendet, um die Assoziation zwischen Fleischkonsum und dem Risiko eines Kardia-, eines Nicht-Kar-dia-Magenkarzioms oder eines Adenokarzinoms des Ösopha¬gus zu untersuchen. Die Daten einer Kalibrierungssubstudie wurden verwendet, um die Hazard-Ratios (HR) und die Konfidenzintervalle (95% Cl) für Fehler in der Diäterfassung zu korri¬gieren. In eine nested Fallkontrollstudie wurden die Interaktionen zwischen Helicobacter pylori-lnfektionsstatus (d.h. H. pylori-Antikörper) und Fleischkonsum untersucht. Alle statistischen Tests waren beidseitig. Während eines durchschnitt¬lichen Follow-Ups von 6,5 Jahren wurden 330 Magenkarzinome und 65 Adenokarzinome des Ösophagus diagnostiziert. Das Risiko von Nicht-Kardia-Magenkarzinomen war statistisch signi¬fikant assoziiert mit dem Konsum von Fleisch (kalibrierte HR bei 100 gTTag zusätzlich = 3,52, 95% Cl: 1,96-6,34), rotem Fleisch (kalibrierte HR für 50 gAFag zusätzlich = 1,73, 95% Cl: 1,03-2,88) und verarbeitetem Fleisch (kalibrierte HR für 50 g/Tag zusätzlich = 2,45, 95% Cl: 1,43-4,21). Die Assoziation zwischen dem Risiko eines Magenkarzioms und dem Fleischkonsum war insbeson¬dere bei H. pylori-lnfizierten hoch (Odds-Ratio für 100 g/Tag zusätzlich = 5,32, 95% Cl: 2,10-13,4). Konsum von zusätzlichem Fleisch insgesamt oder von rotem wie verarbeitetem Fleisch zeigte keine Assoziation mit dem Kardia-Karzinom. Eine positive, jedoch statistisch nicht signifikante Assoziation zeigte sich zwi¬schen dem Adenokarzinom des Ösophagus und dem Gesamt¬konsum von Fleisch im entsprechenden Kalibrierungsmodell. In der Studienpopulation war das Gesamtrisiko für einen 60-Jäh¬rigen, innerhalb von 10 Jahren ein Magenkarzinom zu entwickeln, 0,26% für die kleinste Quartile an Fleischkonsum und % für die höchste Quartile an Fleischkonsum.

Der Gesamtkonsum sowie speziell der Konsum von rotem und erarbeitetem Fleisch war mit einem erhöhten Risiko, ein Magenkarzinom zu entwickeln, assoziiert, speziell bei Helicobacter pylori-positiven Patienten. Diese Assoziation bestand nicht mit dem Kardia-Karzinom.

Dr. Dr. C.A. Gonzälez, Department of Epidemiology, Catalan Institute of Oncology, Barcelona, Spanien, E-mail: cagonzalez@ico.scs.es

177/2006II

Tagesanzeiger 21.7.2007

Fleischproduktion schadet dem Klima

London. - Die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch ist so klimaschädlich wie eine Autofahrt von 250 Kilometern. Das berichtet das britische Magazin «New Scientist» (Nr. 2613, S. 15) mit Verweis auf japanische Forscher. Sie berücksichtigten unter anderem die Futterproduktion und das Methangas, das Rinder bei der Verdauung ausstossen. Das Team um Aldfumi Ogino vom Nationalen Institut für Vieh-und Weideforschung in Tsukuba hatte für die Studie Daten einer industriellen japanischen Rinderfarm verwendet. (dpa/fwt)